ROHSTOFF NEWS

14:28 | 17.07.2019
Rückläufige chinesische Kupfer- und Eisenerzimporte

An den chinesischen Importdaten zu verschiedenen Rohstoffen könnte man auf den ersten Blick die Belastung durch den sino-amerikanischen Handelsstreit sehen. Erklären lässt sich (nach den überraschend guten Konjunkturdaten) der Rückgang der Kupfer- und Eisenerzimporte aber auch mit anderen Faktoren. Die Daten der Zollbehörde belegen für Juni Importe von 326 Tsd. Tonnen Kupfer (- 28% ggü. Vj.) und 1,47 Mio. Tonnen Kupfererz und -konzentrat (- 17% ggü. Vj.). Der fortgesetzte Abbau der Lagerbestände an der SHFE lässt den Schluss zu, dass die chinesischen Kupferkonsumenten weiter auf Bestände zurückgegriffen haben. Infolge des niedrigen Preisniveaus im Juni zusammen mit weiter gefallenen Schmelz- und Verarbeitungsgebühren sind die Margen der Schmelzen geringer geworden. So haben diese weniger Erz und Konzentrat verarbeitet und somit nachgefragt. Im Juni wurde bei den Eisenerzimporten mit 75,2 Mio. Tonnen (-10% ggü. Vj.) der tiefste Wert seit Februar 2016 erreicht, wobei die seit Monaten stark steigenden Preise eine Rolle spielen dürften. Dazu bestehen in Australien und Brasilien (Hauptlieferanten Chinas) seit Monaten Produktionsprobleme, so wurde von hier weniger Eisenerz verschifft. Die chinesischen Stahlhersteller haben infolge dessen auf Lagerbestände zurückgegriffen. Ein weiterer Punkt ist, dass durch die hohen Preise der Abbau des teureren und qualitativ minderwertigeren Eisenerzes in China attraktiver ist.


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