ROHSTOFF NEWS

15:07 | 22.10.2021
Industriemetalle geben in der Breite nach

Gestern Nachmittag gerieten die Metallpreise an der LME in London stark unter Druck und gaben deutlich nach. Bei Aluminium war mit einem Minus von über 5% der größte Verlust zu verzeichnen, auch Nickel gab stark nach. An der SHFE in Shanghai fiel der Preisrückgang in einigen Fällen noch stärker aus. Die Stimmung der Marktteilnehmer hatte umgeschlagen, da die chinesischen Behörden im Kohlemarkt interveniert und so dort einen weiteren Preisrutsch ausgelöst haben. Auch gibt es offenbar stärkere Befürchtungen, dass die hohen Metallpreise die Nachfrage bremsen. Zudem scheint die Krise um den angeschlagenen chinesischen Immobilienentwickler wieder Thema zu sein. Reuters zufolge kam ein Teilverkauf eines Geschäftsbereiches doch nicht zustande. Die Krise betrifft bislang nur den chinesischen Immobilienmarkt, zieht aber nun offenbar doch weitere Kreise. Aus dem chinesischen Immobiliensektor kommt ein großer Teil der Metall- und Stahlnachfrage. Die Preiskorrektur dürfte jedoch nicht den Beginn einer Trendumkehr darstellen, sondern Angebotssorgen sollten wieder überwiegen. Durch die weiterhin hohen Energiepreise reduzieren sich die Margen der Metallproduzenten. Minenunternehmen berichten vermehrt von einer niedrigeren Produktion im vergangenen Quartal und senken teilweise ihre Produktionsprognose für das Gesamtjahr. Es ist davon auszugehen, dass sich die Versorgungslage zunächst noch verschlechtern wird. Die Metallpreise sollten bald wieder steigen.


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