KOLUMNEN

16:12 | 08.10.2018
Übernahmen: Manchmal darf es klein, aber fein sein!

Gerade erst hat Barrick Gold mit einer Übernahme für Schlagzeilen gesorgt. Im Goldbusiness deutet sich aber schon der nächste, wenn auch deutlich kleinere Deal bereits an. Das bietet Chancen für Anleger.

Die Goldkonzerne wollen wieder durch Zukäufe wachsen

Big is beautifull. Dieses Credo scheint ins Goldmining zurückgekehrt zu sein. Barrick Gold hat in der vergangenen Woche die Übernahme des afrikanischen Produzenten Randgold Resources bekannt gegeben. Zusammen kommen die beiden Unternehmen auf einen Börsenwert von mehr als 18 Mrd. US-Dollar. Barrick wird damit vorerst der größte Goldproduzent der Welt bleiben. Den Deal sehen viele Branchenkenner als so etwas wie ein Startschuss für die nächste Übernahmewelle im Goldmarkt. Zwar gab es im vergangenen Jahr bereits mit dem Kauf von Richmont Mines durch Alamos Gold für 770 Mio. Dollar eine nennenswerte Übernahme. Doch der Zug kommt wohl jetzt erst ins Rollen. Und das hat seinen Grund. Die mittelgroßen und großen Goldförderer verdienen auch beim aktuell niedrigen Goldpreis gutes Geld. In den vergangenen Jahren haben Sie ihre Kosten gesenkt und sukzessive Schulden abgebaut. Nun sind die Kassen wieder gut gefüllt, gleichzeitig lechzen die Aktionäre nach Wachstum. Und das geht oft nur durch Zukäufe.

Aufkäufer stoßen auf niedrige Bewertungen

Auf der anderen Seite stoßen die Aufkäufer derzeit auf einen historisch niedrig bewerteten Markt von Übernahmekandidaten. Viele kleine Produzenten und Explorer zeigen niedrige Börsenwerte. Das bietet Chancen für mutige Anleger. So ein Fall ist auch Cartier Resources (0,12 CAD | 0,10 Euro; ISIN: CA1467721082). Das Unternehmen revitalisiert derzeit die Chimo-Mine im kanadischen Quebec. Schon in 24 Monaten könnte hier wieder Gold gefördert werden. Die Stollen reichen bis in eine Tiefe von rund 900 Metern. Bis zum Jahr 1997 wurden hier insgesamt 379.012 Unzen Gold abgebaut. Als dann der Goldpreis unter 300 Dollar je Unze fiel, lohnte sich der Betrieb nicht mehr, Chimo wurde geschlossen und geriet in Vergessenheit.

Großaktionär mit großem Interesse

Seit dem Jahr 2013 aber arbeitet aber Cartier am Comeback des Gold-Bergwerks. Allein in diesem Jahr hat man bereits mehr als 5 Mio. Dollar in neue Bohrungen investiert. Dennoch ist die Kasse mit 10 Mio. Dollar gut gefüllt. Und das hat seinen Grund. Die Großaktionäre haben bisher bei jeder Kapitalerhöhung mitgezogen. Einer davon gilt als Kaufinteressent: Agnico Eagle. Der milliardenschwere Konzern hält 17 Prozent an Cartier und betreibt in der Nähe mit der Goldex-Mine ein sehr ähnliches Bergwerk. Dort produziert Agnico zu niedrigen Kosten in einer vergleichbaren Tiefe bei einer ähnlichen Geologie. Man kennt sich also aus.

Interessante Konstellation

Cartier wäre derzeit ein Schnäppchen für den Riesenkonzern. Das Unternehmen kommt lediglich auf einen Börsenwert von rund 21 Mio. Kanada-Dollar. Bisher durfte Agnico seinen Anteil nicht über die 20 Prozent-Marke schieben, um eine offizielle Kaufofferte abgeben zu können. Dafür sorgte ein gemeinsames Stillhalteabkommen mit Cartier. Doch diese Vereinbarung endet im Dezember 2018. Dann darf Agnico ganz offiziell zuschlagen. Für mutige Anleger bietet diese Konstellation die Chance, auf eine Übernahme von Cartier Resources zu spekulieren.

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