EXPERTEN

13:06 | 18.06.2019
HSBC T&B – Und sonst?

Bundesbank: In ihrem aktuellen Monatsbericht geht die Notenbank davon aus, dass sich die schwache konjunkturelle Grundtendenz im Sommerhalbjahr 2019 fortsetzt. Das entspricht mit Blick auf die durch die internationalen Handelskonflikte getrübten Aussichten für Exporte und Investitionen auch unserer Einschätzung. Dabei wird für den Zeitraum von April bis Juni von den Währungshütern eine negative BIP-Quartalsveränderung unterstellt, bevor das reale BIP wieder leicht ansteigen dürfte. Für das Gesamtjahr 2019 rechnet die Bundesbank trotz des soliden Zuwachses der Wirtschaftsleistung im 1. Quartal nur mit einem BIP-Plus von 0,6 % (HSBCe: 0,5 %).

USA: Der Empire State-Index verzeichnete im Juni den kräftigsten Rückgang im Vergleich zum Vormonat (-26,4 Punkte) seit dem Erhebungsbeginn im August 2001. Mit -8,6 Punkten (April: +17,8) fiel der Umfragesaldo nicht nur in den negativen Bereich, sondern auch auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2016. Mit der Veröffentlichung des ersten regionalen US-Einkaufsmanagerindex im aktuellen Berichtsmonat wird deutlich, dass die globalen Handelsstreitigkeiten offenbar auch erste negative Spuren in der US-Wirtschaft hinterlassen. Der US-Dollar musste nach den schwachen Daten zum Euro leicht Federn lassen.

Großbritannien: Am heutigen Dienstag geht die Suche nach einem neuen Parteivorsitzenden der „Conservative Party“ in die nächste Runde. Dabei treten noch sechs Kandidaten an, die mindestens 33 der 313 Stimmen von den im Unterhaus sitzenden Parlamentarier der Partei benötigen, um weiter im Rennen zu bleiben. Erhalten alle Kandidaten die entsprechende Mindestzahl, scheidet pro Wahlgang derjenige mit den wenigsten Stimmen aus. Bis Donnerstag sollen so die beiden Kandidaten feststehen, aus denen die insgesamt gut 120.000 Parteimitglieder dann per Briefwahl bis Ende Juli den neuen Vorsitzenden auswählen.

Republik Korea: Der US-Dollar bewegt sich vor der FOMC-Sitzung in den USA gegenüber dem Won seitwärts (1.180-1.190 KRW). Mit Blick auf die gegenwärtigen Entwicklungen im Zollstreit zwischen China und den Vereinigten Staaten werden Händler jedoch vermutlich generell zum Aufbau von USD-Longpositionen neigen. Dazu tragen auch erwartete Zinssenkungen der Bank of Korea bei. Jüngst hatte Notenbankchef Lee Juyeol geldpolitische Lockerungen in Reaktion auf die wachsenden Konjunkturrisiken angekündigt. Terminpreise nehmen aktuell Senkungen des Schlüsselzinses von aktuell 1,75 % bis Ende 2019 um 34 BP vorweg.


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