EXPERTEN

13:05 | 18.06.2019
HSBC T&B – Inflation in der Eurozone sackt im Mai deutlich ab

Gemäß der Schnellschätzung der europäischen Statistikbehörde (Eurostat) hat sich die Inflation in der Eurozone im Mai wieder relativiert. War es im April aufgrund des späten Ostertermins und der gestiegenen Energiepreise noch zu einem Anstieg in der Jahresrate auf 1,7 % gekommen, fiel die Teuerung im Berichtsmonat auf nur noch 1,2 % und damit noch unter das Niveau vom März (1,4 %) zurück. Vor allem der Rückgang der Kernrate (ohne Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak) von 1,3 % auf lediglich 0,8 % gg. Vj. dürfte der EZB aber Sorgen bereiten. So droht bei einer länger anhaltenden deutlichen Verfehlung des Inflationsziels („Anstieg des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für das Euro-Währungsgebiet von unter, aber nahe 2 % gegenüber dem Vorjahr auf mittlere Sicht“) eine Anpassung der mittelfristigen Inflationserwartungen der Marktteilnehmer nach unten. Das würde den Handlungsdruck auf die Notenbank erhöhen, mit monetären Expansivmaßnahmen gegenzusteuern. Das österreichische EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny sprach sich in diesem Zusammenhang am Wochenende in einem Zeitungsinterview für eine Überprüfung der geldpolitischen Strategie und mehr Flexibilität beim Inflationsziel in Form eines Korridors um die Marke von 2 % aus.
Marktreaktion:
Die endgültigen Inflationszahlen für Mai dürften die Ergebnisse der ersten Schätzung bestätigen. Größere Marktbewegungen sind nicht zu erwarten.


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