EXPERTEN

13:00 | 15.03.2019
HSBC T&B – „Brexit“-Deal: Man lebt nur dreimal – Unterhaus stimmt für Verlegung des EU-Austritts

Nachdem Premierministerin Theresa May zuletzt zwei Abstimmungsniederlagen im Parlament hinnehmen musste, konnte sie in der gestrigen Debatte über eine Verschiebung des Austrittsdatums aus der EU zumindest einen kleinen Erfolg feiern. So votierte das Unterhaus für den von der Regierung eingebrachten Plan, die Deadline zum EU-Austritt um drei Monate bis Ende Juni 2019 nach hinten zu verschieben, um die Ratifizierung eines Austrittsvertrages sicherzustellen und damit einen ungewollten „No Deal-Brexit“ zu verhindern. Gleichzeitig lehnten die Parlamentarier u. a. eine Verlängerung mit dem Ziel eines erneuten Referendums ab. Daraufhin verdichteten sich die Anzeichen, dass May ihren „Brexit-Deal“ um den 19. März ein drittes Mal zur Abstimmung stellen wird. Hierbei hofft die Premierministerin darauf, dass sowohl die Vertreter eines harten „Brexit“ aus Sorge vor einer softeren Austrittsvariante als auch die „Remainer-Fraktion“ zur Verhinderung eines „No-Deals“ ihre bisherige Opposition zum Vertragswerk aufgeben. Selbst im Falle einer knappen Niederlage dürfte der Europäische Rat auf dem EU-Gipfel am 21./22. März dann wohl gewillt sein, Großbritannien den gestern beschlossenen Aufschub auch zu gewähren.
Marktreaktion:
Das Hin und Her im „Brexit-Prozess“ hat das Pfund in den letzten Tagen auf eine Achterbahnfahrt geschickt. Trotz der hohen Volatilität gehen die Devisenmarktteilnehmer aber eher von einer Deal-Lösung aus. So bewegt sich der Euro zum Sterling aktuell weiter in der Nähe seines 12-Monatstiefs.


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