EXPERTEN

11:33 | 24.05.2019
Helaba – Tagesausblick Aktien: Handelsstreit, Konjunktur und Europawahl im Blick

Der DAX musste gestern deutlich Federn lassen. Mit einem Abschlag in Höhe von 1,78% ging der Index schlussendlich bei 11.952,41 Zählern aus dem Handel. Die Gründe für den Kursrückgang waren nicht neu. Einmal mehr stand der Handelsstreit zwischen den USA und China im Fokus. Allen voran sorgte die Nachricht, dass die US-Regierung gegen die chinesische Videoüberwachungsfirma Hikvision Sanktionen erwäge für neue Verunsicherung. Hinzu kamen Aussagen der chinesischen Presse, die von einem „kalten Krieg der Technologien“ sprach. Zudem steht noch immer kein neuer Gesprächstermin für weitere Verhandlungen zwischen beiden Ländern fest. Auch die mögliche Eskalation zwischen den USA und dem Iran sorgte für eine zunehmende Risikoaversion bei den Marktteilnehmern. Während die USA die Entsendung weiterer Soldaten in den Nahen Osten in Erwägung zogen (mittlerweile kam man zu dem Ergebnis, dass dies nicht notwendig sein würde), bemüht sich Deutschland um eine Entschärfung der Lage.
Charttechnik
Mit dem Rücksetzer von gestern hat sich der DAX einerseits weiter von der 21-Tagelinie (12.179) entfernt und anderseits wurde eine Reihe von Unterstützungen durchbrochen. Zu nennen sind die Marken von 12.050, 12.025 (144er-Regression), 12.023 (144-Wochendurchschnitt) und 11.993. Im Bereich eines Multi Average (11.931) wurde gestern das Tagestief ausgebildet, welches damit nur relativ knapp oberhalb der 55-Tagelinie (11.904) lag. Auf Basis des überdurchschnittlich hohen Volumens bei fallenden Kursen, Richtung Süden zeigender Indikatoren und einer weiteren Eintrübung der strukturellen Konstellation bei den DAX-Werten (mittlerweile weisen 70% der Anteilsscheine einen negativen Mittelfristtrend auf), muss kurzfristig mit einer weiteren Eintrübung des Chartbildes gerechnet werden. Supports sind bei 11.896 (Projektion), 11.882 (55-Wochendurchschnitt), 11.825 (Fibonacci), 11.780 (200-Tage-EMA) und 11.766 (Ichimoku-Wolke) zu finden. Die zuletzt durchbrochenen Unterstützungen wirken nun als Widerstand.


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