EXPERTEN

13:05 | 01.04.2020
Helaba – Tagesausblick Aktien: DAX: Marktteilnehmer nervös

Der DAX setzte am Dienstag seine tags zuvor begonnene Erholungsbewegung fort. Im Zuge dessen konnte die psychologisch wichtige 10.000er Marke aber nur kurzzeitig übersprungen werden. Der Schlusskurs lag bei 9.935 Zählern und damit rund 160 Punkte unterhalb des Tageshochs. Für Rückenwind und damit einer Stabilisierung des Aktienmarktes haben „Window-Dressing“-Transaktionen mit Blick auf das Quartalsende, ermutigende Daten aus China, Aussagen von US-Präsident Trump, dass die Vorsorgemaßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus ausgeweitet werden sollen und nicht zuletzt die Erwartung der EZB (Holzmann), dass die jüngsten Schritte der Notenbank erste Früchte tragen würden, gesorgt. Allerdings, so scheint es, wird die kurzfristig verbesserte Stimmung nicht lange anhalten. Die Indikation für den heutigen Handelsstart fällt negativ aus. Insgesamt spielen, neben den Entwicklungen rund um Corona, verstärkt Unternehmensnachrichten für die Marktentwicklung eine wesentliche Rolle. Gestern hat beispielsweise BMW angekündigt, 20.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken, Fielmann streicht die Dividende und Zalando gab bekannt, in die roten Zahlen abgerutscht zu sein. Spannend wird es auch, wenn die ersten Q1-Ergebnisse veröffentlicht werden. Am 8. April werden die Bücher von Delta Airlines veröffentlicht, welche vermutlich einen Einblick in die vom Coronavirus stark betroffene Luftfahrtbranche liefern. Ab dem 14. April nimmt die Berichtssaison in den USA richtig Fahrt auf. Unter anderen werden dann die ersten Banken Zahlen präsentieren. Trotz der Tatsache, dass der DAX deutlich unterhalb des Tageshochs aus dem Markt gegangen ist, schwächte sich der V-DAX auf 50,45 nach 57,19 ab.
Charttechnik
Einmal mehr war der DAX gestern nicht in der Lage, die 10.000er Marke auf Schlusskursbasis zu überwinden. Dass von einer runden Zahl ein psychologischer Effekt ausgeht ist bekannt. Warum sich der Index aktuell an dieser Marke so schwer tut, ist darüber hinaus aus charttechnischer Sicht nicht zu begründen. Grundsätzlich gilt jedoch, dass Erholungsbewegungen innerhalb ausgeprägter Trends meist von kurzer Dauer sind. Aktuell scheint diese Regel erneut zutreffend zu sein, zumal heute mit einem Rutsch unter die Strukturprojektion bei 9.925 zu rechnen ist. Auch die vielfach umkämpfte Unterstützung bei 9.685 Zählern könnte wieder in den Fokus rücken. Sollte es nicht gelingen, diese Marke zu verteidigen würden der 13-Fractal-Average (9.564), das Retracement bei 9.550 und der Cluster bei 9.513/9.506/9.501 relevant. Darunter finden sich Haltemarken bei 9.345, 9.239 und 9.168. Angesichts der Tatsache, dass der langfristige MACD auf Wochenbasis weiterhin negative Signale liefert, überwiegen die Risiken.


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