EXPERTEN

13:11 | 30.03.2020
Helaba – Tagesausblick Aktien: DAX in schwierigem Fahrwasser

Die 10.000er Marke scheint beim DAX eine gewisse Anziehungskraft zu haben. Diese wurde zuletzt zweimal einem Test unterzogen, ein nachhaltiger Sprung über diese psychologisch wichtige Marke gelang jedoch nicht. Angesichts einer zuletzt unterdurchschnittlichen Volumenentwicklung bei steigenden Kursen, einem auf hohem Niveau verharrenden V-DAX und einer noch immer ausgeprägten Stärke des übergeordneten Abwärtstrends überrascht diese Entwicklung indes nicht. Immerhin ist es dem DAX auf Wochensicht trotz der Kursverluste am Freitag (-3,68 Prozent) gelungen 7,9 Prozent zuzulegen. Dies entsprach der besten Wochenbilanz seit dem Dezember 2011. Der Dow kletterte während der letzten fünf Handelstage um 12,8 Prozent und verbuchte damit die beste Wochenbilanz seit dem Jahr 1938. Natürlich bleiben die Entwicklungen rund um das Coronavirus am Markt tonangebend. Nicht zuletzt nachdem allmählich neue Zahlen auf dem Tisch liegen. In Italien fiel das Barometer für das Geschäftsklima im März von 97,8 auf 81,7. In dem Land wurden inzwischen alle nicht versorgungsrelevanten Fabriken und Unternehmen geschlossen. In dieser Woche steht eine Reihe von Konjunkturdaten zur Veröffentlichung auf der Agenda welche die Aufmerksamkeit auf sich ziehen werden. Der DAX wird heute mit Kursverlusten in den Handel starten. Bereits am Freitag fiel das Verhältnis von Gewinnern zu Verlierern (bezogen auf den Gesamtmarkt) mit 239/600 deutlich negativ aus.
Charttechnik
Sehr häufig werden Trendbewegungen in einem Umfang von 50 Prozent korrigiert. Soweit die Theorie. Das Problem aktuell ist die richtigen Bezugspunkte zu definieren. Angesichts der sehr steilen und punktemäßig großen Abwärtsbewegung wurde das Zwischenhoch vom 3. März (12.272) gewählt, das Tief kann hingegen eindeutig bei 8.255 definiert werden. Auf dieser Basis findet sich das relevante Retracement bei 10.272 Zählern. Das Hoch der Erholungsbewegung wurde bei 10.137 Zählern markiert, wodurch eine ausreichende Annäherung an das 50-Prozent-Level stattfand. Die anschließende Kehrtwende des DAX, verbunden mit einem Rutsch unter die 9.685er Unterstützung, sowie mehrfach Richtung Süden kippende Indikatoren untermauern diese These zudem. Heute könnten die Supports bei 9.566, 9.513, 9.506 und 9.501 Punkten im Fokus stehen. Sollten diese durchbrochen werden würden die Marken von 9.331, 9.207, 9.158 und 9.131 Zählern als nächste Haltemarken relevant.


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