EXPERTEN

14:20 | 31.03.2020
Helaba – Tagesausblick Aktien: DAX: Abgabedruck lässt etwas nach

Der DAX präsentierte sich zu Wochenbeginn schwankungsanfällig. Die Handelsrange betrug gestern 364 Zähler. Letztendlich ging der DAX gestern mit einem Plus in Höhe von 1,90 Prozent bei 9.815,97 Zählern aus dem Handel. Bei der Bewertung des Kursgewinns gilt es zu beachten, dass dieser sicherlich vom nahen Quartalsende – Stichwort „Window Dressing“ beeinflusst wurde. Positiv wurde auch die Aussage von Präsident Trump, dass in den USA die Vorsorgemaßnahmen mit Blick auf das Coronavirus ausgeweitet werden sollen, aufgenommen. Der V-DAX als Angstbarometer ging von 62,18 auf 57,19 zurück. Das Tageshoch war noch bei 63,99 markiert worden. Weiterhin wird die Entwicklung an den Märkten wesentlich von der Corona-Epidemie abhängen. Bemerkenswert ist, dass sich zuletzt aufkommende Konjunktursorgen, beispielsweise ging es gestern für den Öl- und Aluminiumpreis weiter deutlich nach unten, nicht mehr direkt in der Kursentwicklung des hiesigen Markt widerspiegelten. Der Aluminiumpreis ist sogar auf ein neues Vier-Jahres-Tief abgerutscht. Auch steht weiterhin die Frage im Raum, ob die bisher beschlossenen Konjunkturpakete ausreichend sein werden. In einem Sondergutachten kamen die sogenannten Wirtschaftsweisen zum Ergebnis, dass das BIP im schlimmsten Fall im Gesamtjahr um 5,4 Prozent einbrechen könnte. Aber auch diese Möglichkeit wurde vom Markt gut weggesteckt. Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen senkte gestern Chinas Notenbank den Schlüsselsatz für sogenannte Reverse-Repo-Geschäfte überraschend von 2,40 auf 2,20 Prozent. Ein derart großer Schritt hatte die PBOC seit fünf Jahren nicht mehr vorgenommen.
Charttechnik
Gestern konnte man phasenweise den Eindruck gewinnen, als würde die 10.000er Marke für den DAX etwas außer Reichweite geraten. Mit einem Schlusskurs bei rund 9.800 Zählern wurde dies ebenso wie ein viertes, aufeinanderfolgendes tieferes Hoch, vermieden. Erwähnenswert ist dennoch, dass am 25. März – dem Tag des Impulshochs – ein Cross der 55-Tagelinie (SMA) mit dem 200-Tage-EMA von oben nach unten vollzogen wurde. Da beide Averages Richtung Süden tendieren liegt ein gültiges Signal vor. Die für das tertiäre Zeitfenster relevante 21-Tagelinie ist aktuell bei 10.038 Zählern zu finden. Diese zeigt ebenfalls nach unten. Zudem bleibt die strukturelle Konstellation bei den DAX-Werten angespannt. 96 Prozent der Anteilsscheine notieren weiterhin unter der 200-Tagelinie. 100 Prozent weisen noch immer einen negativen Mittelfristtrend auf, während 70 Prozent unterhalb der 21-Tagelinie verlaufen. Widerstände auf der Oberseite lassen sich bei 9.886, 9.937, 10.018, 10.059 und 10.137 Zählern definieren. Supports finden sich bei 9.695, 9.685, 9.566, 9.526, 9.513 und 9.501 Punkten.


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